Gründungsförderung

Es ist gar nicht so leicht, sich in dem Dschungel an Förderprogrammen, die es gibt, zurecht zu finden. In der Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie können Sie recherchieren, welches Förderprogramm für Ihre Geschäftsidee in Frage kommen kann.

Wir stellen Ihnen hier drei wichtige Förderprogramme vor:

  • High-Tech Gründerfonds - für Frühphasenfinanzierung innovativer Unternehmen
  • BayTOU - für technologisch und wirtschaftlich risikobehaftete Entwicklungsvorhaben
  • EXIST - bei Gründungsvorhaben aus der Hochschule heraus

Darüber hinaus gibt es auch Förderprogramme für bestehende kleine und mittlere Unternehmen (KMU), um die weitere Unternehmensentwicklung zu unterstützen. Einen umfassenden Überblick erhalten Sie auf den Seiten der Bundesregierung.

Der High-Tech Gründerfonds ist ein Beteiligungsfonds der vom BMWi, der staatlichen KfW und 18 Unternehmen finanziert wird. Er investiert Risikokapital in junge Technologie-Unternehmen, die vielversprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen. Neben der finanziellen Unterstützung – bis zu 600.000 € in der ersten Finanzierungsrunde – hilft der Fonds Gründern auch bei operativen und strategischen Unternehmensfragen. Bei Bedarf steht den Start-ups ein Pool von ca. 90 bundesweiten Coaches zur Seite.

Kriterien, die Sie für eine Finanzierung durch den High-Tech-Gründerfonds erfüllen müssen:

  • Technologieorientierung, vielversprechende Marktchancen sowie Know-how und Motivation des Gründungsteams
  • Die Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit darf nicht länger als ein Jahr zurückliegen
  • Max. 50 Mitarbeiter und 10 Mio. € Umsatz
  • Sitz und Standort der Existenzgründung sind in Deutschland

Bisher hat der High-Tech-Gründerfonds in Bereiche wie

  • Automation,
  • Elektronik,
  • Optische Technologien,
  • Energie und Cleantech,
  • Enabling Technologies,
  • Informations- und Kommunikationstechnologie,
  • Life Science,
  • Nanotech,
  • e-commerce

investiert.

Ausführliche Informationen über den High-Tech Gründerfonds...

BayTOU richtet sich sowohl an Existenzgründer als auch an Unternehmen bis zu 6 Jahren nach der Gründung. Ziel des bayernweiten Programms ist die Förderung von technischen Entwicklungsvorhaben, wie die Entwicklung neuer Produkte, Verfahren oder technische Dienstleistungen, die wirtschaftlich Risiko behaftet sind.

Antragsberechtigt sind

  • Personen, die die Absicht haben, ein technologieorientiertes Unternehmen zu gründen und über das zur Durchführung des Vorhabens notwendige technische Fachwissen verfügen
  • Technologieorientierte Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die die Voraussetzungen an ein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) gemäß Anhang I der AGVO erfüllen und

    • seit weniger als sechs Jahren existieren sowie
    • weniger als zehn Mitarbeiter (Vollzeit, einschließlich Geschäftsleitung) haben.

Gegenstand der Förderung

  • Beihilfen für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Lösung von Aufgaben im Bereich der experimentellen Entwicklung nach Art. 25 AGVO oder
  • Innovationsbeihilfe für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nach Art. 28 AGVO

Weitere Details – auch zur Höhe der Förderung – finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie…


Das EXIST-Gründerstipendium ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und wird durch den Europäischen Sozialfonds kofinanziert. EXIST unterstützt Studierende, Absolventen sowie Wissenschaftler/innen aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bei innovativen, technologieorientierten Gründungsvorhaben.

Bei EXIST handelt es sich um eine institutionelle Förderung, d.h. antragsberechtigt sind nur Hochschulen sowie Forschungseinrichtungen (z.B. Fraunhofer-Institute) in Deutschland. Diese wissenschaftlichen Einrichtungen verwalten die bewilligten Gelder für die Stipendiaten (Gründer) und benennen einen fachlichen Mentor (z.B. Professor), der den Gründern beratend zur Seite gestellt wird.

Der Antragsteller muss darüber hinaus in ein gründungsunterstützendes Netzwerk (Gründungsnetzwerk) eingebunden sein.

Für den Bayerischen Untermain wird diese Funktion durch die ZENTEC wahrgenommen. Als regionales Gründungsnetzwerk ist die ZENTEC die zentrale Anlaufstelle für den Erstkontakt und hilft nicht nur bei der Antragstellung, sondern unterstützt auch bei den Gründungsvorbereitungen sowie der Durchführung der Gründungsaktivitäten.

Anfragen bitte an Thorsten Stürmer unter: stuermer@zentec.de

Beispiele vergangener Projekte

Am 1. Mai 2015 ist mit dem Projekt „Citeema“ die Entwicklung einer Atemschutzmaske gestartet, die neben der hohen Effizienz von Feinstaubfiltern auch mit der Alltagstauglichkeit durch ein entsprechendes Design besticht. Entwickelt wurde die Idee von den drei Absolventen der Hochschule Aschaffenburg, Christian Schmitt, Christoph Tippmann und Robin Reusch. Im Rahmen der Programmlinie EXIST-Gründerstipendium unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Projekt für den Förderzeitraum von 12 Monaten.

Die Atemschutzmaske ist bereits zum Patent angemeldet und soll insbesondere auf dem asiatischen Markt vertrieben werden, da gerade hier die starke Luftverschmutzung durch industrielle Abgase und zunehmenden Verkehr für die Bevölkerung besonders belastend ist. Neuartiger Ansatz der Citeema-Atemschutzmaske ist ein maschinell hergestellter, nahtloser Textilgrundkörper mit austauschbarem Filterpad. Aufgrund der hohen Ergonomie des Funktionstextils, wird das Filterpad passgenau im Mund- und Nasenbereich fixiert. Somit wird ein seitliches Eindringen ungefilterter Luft verhindert, was bei gängigen Atemschutzmasken häufig ein Problem darstellt.

Wer die Welt auf seine ganz persönliche Weise entdecken will, also nicht auf eine altmodische und wenig flexible Pauschalreise der etablierten Reiseanbieter zurückgreifen möchte, der wird im Laufe seiner Reiseplanung immer wieder an einen Punkt kommen, an dem er den Überblick und nicht selten auch die Vorfreude auf den bevorstehenden Trip verliert. Getrieben von der Idee, diesen Missstand zu beheben, entschlossen sich Felix Krausert, Matthias Schmitt und Tobias Zenglein ein hilfreiches Tool zu entwickeln: Eine Plattform für die interaktive Reiseplanung namens Exploya.

Der Startschuss für die Unternehmung fiel Im Herbst 2013. Nach einer erfolgreichen Bewerbung für das EXIST-Gründerstipendium gründeten die drei Entrepreneure die Exploya GmbH. Unterstützung bei der Bewerbung auf das Stipendium fanden sie dabei im ZENTEC (Zentrum für Technologie, Existenzgründung und Cooperation) in Großwallstadt.

Nach über eineinhalb Jahren hat sich Exploya nun so weit entwickelt, dass der finale Release unter www.exploya.com zur großen Urlaubszeit 2015 startet.

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